Warum ich so auf High Performance stehe und woher das alles kommt?

Dieser Artikel brodelt schon lange in mir herum. Wie bei vielen Menschen war mein Werdegang alles andere als eine gerade, durchgängige Linie, klar ausgerichtet und logisch, Schritt für Schritt. Im Gegenteil: das, was ich heute tue, hat nichts mit dem zu tun, was ursprünglich mal mein Plan war. Warum ich ihn schreibe, habe ich in einem Video erzählt. Es geht mir um High Performance. Um ganz normale Spitzenleistungen. Wenn du Lust hast, kannst du gerne nach-sehen: Meine wichtigste Botschaft für dich

Die Faszination Gehirn ist ein Teil des Puzzles.

Ganz normale Spitzenleistungen machen den Erfolg aus.

Geschwindigkeit, Buntheit und ungewöhnliches Tun und Erleben fügen sich dazu.

Ich erzähle dir heute ein paar Facetten abseits der üblichen „über mich“ Fakten-Auflistung. Du lernst mich besser kennen und magst dann, was und worüber ich schreibe oder du merkst, dass es bei dir ähnlich war/ist. Oder du erkennst, dass das alles mit dir nichts zu tun hat. Und das ist auch gut so.

Es ist meine tiefste Überzeugung, dass jede/r so viel mehr ist, hat und kann, als er/sie jetzt gerade noch glaubt. Potenzial, Begabung, Interesse… was auch immer du brauchst, du kannst das. Mit Herz und Hirn. Und meine Überzeugung kommt daher:

High Performer – vollbringen ganz normale Spitzenleistungen

Im Curriculum steht, dass ich gelernte Musikerin bin. Stimmt. Und ich war in einem Orchester in Wien. Mein Instrument: Kontrabass, ja das handliche im Schrankformat, ganz hinten im Orchester :-) Die Lehrer, die mich dahin begleitet haben, waren Förderer und Forderer, jedenfalls wollte Lehrer 1, dass ich nach 2 Monaten lernen im Orchester spielen soll. 2 Monate bedeutet in dem Fall so viel wie 1 Wochenendkurs im Kochen und dann die Haubenküche übernehmen! Normalerweise starten Musiker erst nach 2 JAHREN im Orchester. Zu peinlich wären „Anfängerfehler“ während der Symphonie.
Lehrer 2 stand vor dem Bühneneingang und hat kurzfristig das Programm umgestellt, weil er künstlich die Nervosität in die Höhe treiben wollte. Er hat mich angesehen, gefragt, ob ich nervös sei und als ich sagte: ja schon etwas, war ihm das viel zu wenig. Schließlich musst du als Musiker Spitzenleistungen vollbringen, denn in ein Orchester kommst du nur durch ein k.o. Verfahren. Einer bleibt über. Klingt hart, war aber cool – jetzt im Nachhinein.

Bekanntlich machen Fehler oder Schwächen, wenn du sie durchlaufen hast, immer stark, du darfst dich allerdings richtig gut damit beschäftigen.

War ich mutig? Nein

Hatte ich Talent? Ja.

Gab es diese Nervosität, die so vieles killen kann? Klar!

Und hab ich es trotzdem gepackt? Aber hallo!

An jeder Ecke eine neue Herausforderung/Möglichkeit

Die Beschäftigung (mit den Herausforderungen) fiel leicht, denn ohne irgendeine Vorwarnung war da plötzlich ein Lehrauftrag für Körper- und Mentaltraining an der Musikuni Wien. Ja, einfach so. Derjenige, der die Stelle bis dahin hatte, wurde nach Amsterdam berufen und hatte irgendwie spitz bekommen, dass ich mal ganz gut im Segelsport war und jetzt ganz gut in Musik bin. Aber wie jetzt? Körpertraining – woher sollte das Wissen kommen? Das mit Mentaltraining verhält sich ebenso. Das bisschen Sport in der Jugend war kaum Grundlage – also: rasch, sehr rasch eine adäquate Ausbildung absolvieren und rein ins Vergnügen. Schließlich ist es ja auch so, dass du als Lehrende den Ruf der Schule mitträgst. Ein Mentor hat mir immer wieder gesagt:

Stimmt. Und irgendwie hat mich das Thema brennend interessiert. Du lernst extrem viel, wenn du was machen willst und einfach neugierig alles sammelst, was dazu passen könnte. Vor allem dann, wenn du keine klare Ahnung hast, wie das „eigentlich“ geht. (In meinem Fall das Körper- und Mentaltraining). Dann ergibt sich so eine geniale Situation, dass du bei jeder neuen Ausbildung, die dir helfen soll, was Tolles, Großartiges weiterzugeben, spannende Menschen kennenlernst, die wieder was können, was dir gefällt. War bei mir jedenfalls so. Ausbildung absolvieren, Zertifikat bekommen, dann kannst du was tun – so dachte ich jedenfalls. Und das war fatal, da kam ich in Teufels Küche. Du bist nie fertig mit Ausbildungen. Nie! Gut, dass ich wöchentlich Studenten hatte, die mir mit ihren Auftritts-Ängsten und -Sorgen ganz schön einheizten, mit herausforderten, ihnen was richtig Gutes beizubringen.

Erst kürzlich hab ich eine Podcast-Episode vom Internet-Experten Frank Katzer gehört, in der er genau das rät: Warte nicht ab, bis du alle Ausbildungen gemacht hast – dann ist sowieso schon wieder was Neues auf dem Markt – sondern lege gleich mal los!

Tun hält fit!

Das heißt nicht, dass du ziellos dahin arbeiten sollst und die Qualität nicht wichtig wäre. Im Gegenteil: indem du ständig lernst, wirst du automatisch immer besser und es stellt sich rasch heraus, was dir mehr liegt und was nicht.

Tue mehr von dem, was funktioniert…

In meinem Fall haben sich Ausbildungen in Sportmedizin, Massage, Atemtherapie, Kinesiologie und noch ein paar kleinere Themen zusammengesammelt. War echt interessant, hat mich schön gefordert, war aber lange nicht genug. Wohlgemerkt: alles noch neben der Musik…

Die Schwachstelle war, dass das Unterrichten ziemlich anstrengend war. Warum? Weil ich keine Systematik hatte, kein funktionierendes System im Kopf. Es kann ja nicht sein, dass es Lehrer gibt, die ihr Leben lang unterrichten und immer gut drauf sind und ich bin nach einem Nachmittag fix und fertig. Also: weitersuchen, weiterlernen!

High Performance braucht Hirn und Geschwindigkeit

Lernen hat mir – wie vielen anderen – niemand wirklich beigebracht. Ich denke, auch heute wäre das Fach: „Lernen lernen“ ein wichtiges Grundlagenfach, das viel mehr Platz in den Schulen dieser Welt einnehmen sollte. Damit die vielen Bücher, Fachzeitschriften, Unterlagen und Notizen in mein Hirn Eingang finden konnten, war die nächste Ausbildung jene zur Schnelllesetrainerin. Das war ein Meilenstein.
Die nette Story am Rande: in einer Buchhandlung fiel mir ein Buch über Schnelllesen auf den Kopf, als ich genau genommen ein anderes Buch holen wollte. Ich hab es als Zeichen gedeutet und mir gedacht, dass ich das näher ansehen sollte…

Schnell + lesen + lernen ergibt rasch einen Wissensvorsprung. Jetzt braucht es nur mehr einen vernünftigen Weg, dieses Wissen auch in die Welt tragen zu können. Nächste Ausbildung: Kommunikation. Check!

Wenn du etwas kannst, dann mach etwas daraus! #Erfolg

Zwei Menschen waren es jetzt, die meiner bunten Karriere Hürden in den Weg stellten, die ich überspringen durfte: Yvonne van Dyck – Trainerin und Expertin für Ideen-Realisierung hatte die geniale Idee, amerikanische Trainer nach Europa einzuladen. Doch die sprachen alle Englisch – und da brauchte sie eine Simultanübersetzerin. Mich.

Was ich? Hab ich noch nie gemacht, kann ich nicht, wie soll denn das gehen, was muss ich da tun… hätte ich fragen können. Dazu gab mir Yvonne keine Zeit. Sie hat einfach gemeint: „ah, du kannst das schon!“ Gut, dass das Thema „schnell“ schon Eingang in mein Lernen gefunden hat. Meine Idee war, mir ganze Wörterbücher mit Schnelllesen und Schnelllernen ins Hirn zu laden. Ich fand mich also schnell so wieder: Kopfhörer auf, Mikro vor den Mund, ab in die Kabine und los ging´s. Im Lauf der Jahre durfte ich so sämtliche englischen Akzente vom New Jersey (sprich: nu tschoisi) Amerikanisch bis Irisch, Schottisch und Cambridge-Englisch übersetzen. Simultan. Das ist anstrengend, aber schön! Und wenn ich das kann, kannst du es auch. Sicher sogar!

Wenn du was nicht kannst, finde heraus, wie es geht, dann mach es. Punkt.

Die zweite Person, die mich Herausforderte, war im Top-Management eines großen Konzerns und fand, dass ich neben den Schnelllese-Seminaren, die inzwischen zur Gänze von mir neu entwickelt waren, auch Coachen soll und mir Gedanken über Team-Entwicklung machen sollte. Er befand, dass das Orchester mit Sicherheit ein guter Hintergrund für so eine Tätigkeit gewesen sei. Aha! So hatte ich das bis dahin noch nicht gesehen – interessant. Manchmal wird man einfach zu High Performance gezwungen! ;-) Mein nächster Berufszweig war hiermit eingeloggt und – machte unglaublich viel Spaß!

Viel tun ist schön. Prioritäten setzen gehört dazu. Ist aber nicht immer leicht.

Hast du aufmerksam mitgelesen: Das Orchester war ein guter Hintergrund gewesen. Nicht ist. Ja, irgendwann war Schluss mit der Musikbühne, die Sprechbühne hatte mich endgültig gefunden. Und das, obwohl… aber das hatte ich ja im Video erzählt.

Also: Coaching-Ausbildung, Systemik und Spezialisierung auf Persönlichkeitsentwicklung war angesagt. Und ganz klar: wenn du in der Wirtschaft angekommen bist, musst du verkaufen. Also ich. Ich sollte verkaufen.
Da war dann eine weitere Person als Impulsgeber mit verantwortlich: mein (kleiner) Bruder, der zu dem Zeitpunkt zwei Unternehmen hatte, brauchte jemanden, der ihn beim Verkauf, bei Messen und dem Aufbau einer weiteren Marke unterstützte. Seine Idee war, dass ich das sein könnte… Klar doch. Machen wir. Ich glaube Pippi Langstrumpf hat mal gesagt: das hab ich noch nie probiert, das geht sicher gut. Meine über die Jahre stabil gehaltene Devise: lächeln und tun.  – Kann ich dir übrigens wirklich schwer empfehlen.

Wenn du etwas gerne tust, such dir Menschen, die noch höhere Anforderungen an dich stellen, als du vorher dachtest und/oder wolltest. So dehnst du deine Komfortzone automatisch aus.

So, das Leben in der Wirtschaft lief gut, das im Orchester war beendet – was also tun mit der übrigen Freizeit? Sport treiben ist immer eine gute Alternative, wenn sich sonst nichts in den Weg stellt. Und weil ich selbst ganz gut sportlich unterwegs war, kamen erste Coachees aus dem Spitzensport, die wollten besser  werden, höhere Leistungen erzielen, große Ziele erreichen.

Jippie! Her damit, ich hab sowas noch nie gemacht…

Mittlerweile kennst du mich ein wenig. Ich beisse mich gerne in eine Sache hinein und lasse nicht los, bis sie erledigt ist. Und weißt du was? Erledigt ist sie, wenn der Erfolg da ist. Kennst du das Gefühl, dass du richtig viel Arbeit in ein Projekt steckst und dann ist es vorbei. Neues Projekt, alles wieder auf Anfang. Diesen Zustand habe ich zu lieben gelernt. Nach jedem erreichten Titel war wieder die Nulllinie da. Wieder alles neu ausrichten, wieder alles auf volle Kraft fokussieren. Eine Sportlerin kam zu mit mit der klaren Absicht: ich will Weltmeisterin werden. Wintersportart. Hochgeschwindigkeit. Da braucht es sehr viel Konzentration, Fokus und glasklare Ausrichtung. Weltmeisterin: Check! Die Psyche eines Sportlers spielt alle Spiele: von bärenstark bis supersensibel. Da darf dein 2. und 3. Vorname „Flexibilität“ lauten. Denn nach erfolgreichem 1. Streich folgte der 2: nochmal Weltmeisterin. Check! Das Gute daran: mein Weg wurde und wird durch Erfolge bestimmt. Viele Erfolge – viele neue interessante Projekte. Und glaub mir: jemanden zum Weltmeister zu begleiten ist echt verdienter Erfolg, ist High Performance.

High Performance ist, wenn die Coach gleich mehrere Spitzensportler in unterschiedlichen Gebieten begleiten darf. Das Spannende dabei: je mehr du davon tust, desto leichter wird es, obwohl so viele unterschiedliche Dinge zu beachten sind. Hat Suchtpotenzial. Positives Suchtpotenzial. Und vom Sport ist so viel in die Wirtschaft ableitbar und umgekehrt – die Welt ist voller spannender, neuer Möglichkeiten, Dinge aus anderen, neuen Perspektiven zu sehen und daraus zu lernen.

Die Welt ist voller spannender, neuer Möglichkeiten, Dinge aus anderen, neuen Perspektiven zu sehen und daraus zu lernen.

Merkst du es? Immer lernen, lernen, lernen. Genau!!!! Richtig beobachtet! So geht High Performance.

Inzwischen haben sich zwei sehr wichtige Menschen in mein Leben gesellt: mein Partner Christian und unser gemeinsamer Sohn Jakob. Wenn du selbst Familie hast, weißt du, dass es keine wichtigere Zeit als die gemeinsame Zeit mit jenen gibt, die dir am nächsten im Leben sind. Das stellt neue Herausforderungen ans Organisationstalent, denn die Welt rund um dich dreht sich ja munter weiter.

Um meine Glaubwürdigkeit zu untermalen kann, hab ich mir ein persönliches Geschenk gemacht: ich hab Wirtschaft studiert. Nebenbei. Neben Familie, eigenem Unternehmen, Klienten, Kunden. Fast heimlich, still und leise war es mir wichtig, meine eigenen Methoden zu testen, meine eigenen (Stress)Zustände zu erleben und meine eigenen, hoch gesteckten Ziele zu erreichen. Check!

Und jetzt? Letztes Jahr war Start meines online-Unternehmens mit dem 1. Launch vom SystemLesen, danach wurden aus aktuellem Anlass noch zwei weitere Produkte (MindReset und High Performance Intensive)entwickelt.

Stress? Klar.

Ängste? Jede Menge.

Erfolge? Noch viel mehr, als früher.

Wars das? Noch lange nicht!

Was ich dir sagen will:

Wenn du deine Ziele erreichen willst, gibt es eine Strategie dafür. Es gibt nicht DIE EINE Strategie, es gibt DEINE Strategie. Jeder Mensch hat andere Denk- und Arbeitsstrategien. Und jeder Mensch hat ein Gehirn, das auf eine bestimmte Weise tickt. Wenn du dein Gehirn bewusst nutzt, immer mehr, schneller und deutlich spürbar unterwegs bist, dann erreichst du

deine ganz normalen Spitzenleistungen.

Die wünsche ich dir. Denn auch du bist High Performer.

Und ich hoffe, ich konnte dich ein wenig inspirieren.
Wenn ja, dann hinterlass mir doch einen Kommentar und schreib mir, was deine größten Herausforderungen waren und wo sie dich hingebracht haben. Schreib mir, was du gemacht hast und wo du heute stehst – es gibt so viel zu lernen.

Bis bald,

deine Petra

P.S.: es gab natürlich noch viele weitere Herausforderer und Herausforderungen und die eine oder andere wirst du in anderen Beiträgen finden. Tatsache ist, dass mich obige Ereignisse am meisten geprägt haben.

P.P.S.: Mein Weg war und ist bunt. Ich könnte ihn nicht gehen ohne meine Coach Karin Wess. Seit vielen Jahren schon gönne ich mir professionelle Begleitung zum Wachsen und Weiterlernen. Wenn du interessiert bist, deine ganz normalen Spitzenleistungen zu erreichen, dann hol dir hier mein Geschenk für dich. Denkst du über eine Begleitung nach, freue ich mich, wenn du mich kontaktierst.