Mindfit durch die Ausnahmezeit – Tag 3: was alles anders ist

Coronazeit, 3. Tag des Ausnahmezustands. Ein wundervoller Tag mit Sonnenschein begrüßt uns – und abgesehen von der Ruhe läuft schon ganz viel wieder wie gewohnt. Oder so.

Ruhe, gute Luft – ziemlich neue Eindrücke

Das mit der Ruhe ist schon interessant: aufgrund der (durchaus traurigen) Tatsache, dass viele Menschen ihre Arbeit nicht verrichten können, ist ein ganz anderer Geräuschpegel zu bemerken. Schon erstaunlich, was uns bis jetzt um die Ohren war… macht nachdenklich. 🤔

Der andere Nebeneffekt, der wirklich positiv ist, ist der wenige Verkehr. Wenn ich eine Runde laufe, dann muss ich mindestens zwei Mal üblicherweise stark befahrene Straßen überqueren, um ins Grüne zu kommen. Jetzt laufe ich aktuell ohne Pause, denn die Straßen sind weitgehend leergefegt. Der nächste Effekt, der auffällt, ist tatsächlich die Luft. Die ist – meistens – gut. Einzig die Landwirte, die jetzt gerade Dünger ausbringen, verbreiten strenge Gerüche, aber auch da denke ich mir, dass das sonst wohl auch der Fall ist, nur nicht so deutlich in die Nase geht.

Mindfit-Takeaway Nr. 1: alles, was um dich ist, intensiv aufnehmen weckt deine Sinne neu.

Jedenfalls ist die Lust nach wenig essen, dafür frische Früchte, groß und irgendwie ist schon eine Entschleunigung zu verspüren. Was so eine Krise alles mit sich bringt – erstaunlich!

Sonne, frische Luft, Zeit – könnte man nutzen

Die perfekte Zeit, um jetzt ein wenig den Körper zu trimmen ist wohl jetzt. Was wohl die Menschen alle tun? Ich meine, wir können einzeln und mit gutem Abstand voneinander eine kleine Runde gehen und die Hunde brauchen doch auch Auslauf, oder? Ich treffe bei meinem 45-minütigen Lauf – niemand. 

An alle, die sich mit Figur-Coaching beschäftigen: macht euch bereit für die Zeit „danach“ oder haut am besten jetzt eure Angebote raus, denn da kommt was auf euch zu. Glaube ich jedenfalls 😀

Naja, das macht jede/r, wie er/sie will. Aus Mindfit-Sicht ist Bewegung und Training eine klare Empfehlung.

Yoga kommt via YouTube ins Haus. WIR trainieren (!)

Die Yogalehrerin meines Vertrauens, zu der ich mindestens einmal pro Woche ins Studio gehe, will nicht auf den Fußballplatz ausweichen für 10 Praktizierende. Deshalb wagt sie sich vor die Kamera, wovor ich höchsten Respekt habe. Danke Sabina! Der Vorteil: der Mann und der Sohn machen jetzt mit, also bis zum Ende des ersten Asanas 😂 Dass die Männerwelt so gerne so verkürzt ist… Wer weiß, wie lange wir noch so beisammen sind, da werden die beiden noch super entspannt und wir sitzen dann alle drei im Lotus-Sitz. Man kann ja träumen ☺️

Online ist online und offline ist ganz anders

Gleich am Montag haben wir gefühlt alle 5 Minuten ein „du musst jetzt unbedingt online gehen“ Angebot bekommen. Ich denke, dass viele, die jetzt ihren Arbeitsplatz zu Hause eingerichtet haben, mit dem Gedanken mehr als gespielt haben. Vielleicht schon getestet, wie denn das gehen könnte. Oder sogar ganz forsch ein Webinar einfach mal so ins Leben gerufen. Heute, an Tag 3 scheinen sich die ersten schon wieder vom online-Unternehmertum verabschiedet zu haben und bleiben beim Konsumieren. Ich denke, dass in den nächsten Tagen und Wochen einige neue Angebote das Licht der Welt erblicken, viele erkennen aber, dass dahinter doch eine gute Strategie vorhanden sein sollte und dass es einiges an Learnings gibt, die man nicht umgehen sollte. Wie auch immer: ich freue mich über Frische am Markt und wenn nicht: ich freue mich, wenn die Konsumenten genau hinsehen und die Kurse mal wirklich bis zum Ende machen, weil eben ein wenig mehr Zeit ist. Den größten Unterschied zwischen online und offline formuliert der Mann treffend: „Wenn niemand da ist, dem du ins Gesicht sehen kannst und du keinerlei Feedback während deines Vortrags hast, ist die große Leere eine echte Herausforderung. Respekt vor allen, die genau das richtig gut machen.“ Das geb ich mal gerne an alle KollegInnen weiter 😃

Virtuelles Zusammenrücken

Die Communities auf Facebook und Co. rücken zusammen. Woran ich das festmache? Deutlich mehr ZuseherInnen bei live-Videos, mehr Kommentare, mehr Beschwerden, mehr Interaktivität, mehr Katzen- und Hundevideos und – irgendwo muss ein Nest sein – so viele „kluge“ Sprüche, dass meine Timeline echte Filter braucht. 

Dennoch: die Menschen erkennen einander. Manche drücken ihre aktuellen Ängste in Form von vagen Fragen (weiß wer, wo es noch Schutzmasken gibt?) oder dem Wunsch nach Kommunikation (wer hat Lust auf ein zoom-Meeting zum Kaffee?) aus. Beides gut. Denke ich. Denn das, was wirklich hilft, wenn du von den vielen Botschaften nicht mehr klar denken und fühlen kannst, ist die Kommunikation. Nicht nur mit dir selbst, vor allem die mit anderen. Wenn wir schon nicht im direkten Kontakt sind, dann wenigstens im indirekte-direkten Kontakt. Dein Hirn und dein Mind können dabei neue Eindrücke gewinnen, du entspannst dich und baust Cortisol ab und schon ist die Zeit leichter zu ertragen.

Mindfit-Takeaway Nr. 2: sprich mit anderen über das, was aktuell um dich und in dir los ist. Entspannt, inspiriert, gibt dir andere Perspektiven.

Was noch anders ist?

Irgendwie spielt sich ein neues Leben ein und irgendwie ist es noch immer surreal anders. Mind und Hirn sind noch nicht so auf Kurs, wie sonst. In meinem Fall ist so viel los, dass ich rund um die Uhr arbeiten könnte, weil so viele Ideen heraus wollen. Naja, gut für dich. Die MindMinutes kannst du jederzeit nachsehen und vielleicht gefallen dir diese kleinen Berichte. Dann freue ich mich auf jeden Fall über einen Kommentar oder eine weitere Anmerkung. Gerne kannst du mir auch deine Erlebnisse schreiben – irgendwie haben wir jetzt alle was zu erzählen, nicht wahr?

Achso, die Geschichte des Tages: Wir hatten ein Clubtreffen im MindMentalClub. Nicht alle waren da – einige waren mit Kochtopf-Klopfen am offenen Fenster beschäftigt, wahlweise mit Singen oder Musizieren. Irgendwie muss die Energie ja raus und auf sich aufmerksam gemacht 😅 Ich stell mir vor, wie das bei uns wäre: die beiden Nachbarsdamen mit Kochschürze und Topf, der Polizist darüber mit e-Gitarre und der Festspielhaus-Mitarbeiter dreht den Schallplattenspiels bzw. die Boxen auf volle Lautstärke. Dann brauch ich nicht mehr singen… das wär auch besser so.

Du siehst, egal wie anders die Zeit gerade ist, es gibt immer was zu Lernen und zu Lachen. 

Das Wichtigste ist, dass du für dich gut sorgst. Deshalb wie immer:

Denk großartig – sei großartig!
Sei dir das Wert!

xoxo Petra

P.S.: Schau dir gerne die MindMinutes an (ich freu mich, wenn du meinen Kanal abonnierst und gebe mir Mühe, dich mit guten Infos zu unterhalten). Und falls dich interessiert, wer die Menschen im MindMentalClub sind: das sind Menschen, die mindestens ein Jahr lang an ihrem Mind intensiv arbeiten, mit Journaling, Visualisieren, Basisarbeit, Glaubenssatzarbeit… Sollte dich das auch interessieren, dann komm doch dazu 🙂 Hier entlang bitte: MindMentalClub