Mindfit durch diese (Ausnahme-) Zeit – oder: wie du Humor und Nerven behältst und dabei einigermaßen normal weiterlebst…

Wie du diese Zeit mental fit er- und überleben kannst – erzähle ich dir, wie ich sie wahrnehme, was sich bei mir und um mich (und meine Familie) tut und welche Auswirkungen die aktuelle Ausnahmezeit rund um Corona & Co. hat, damit du deine Schlüsse daraus ziehen kannst und idealerweise diverse Fehler erst gar nicht machen musst.

Darüber hinaus werde ich dich mit nützlichen Links versorgen, sobald ich sie selbst überprüft habe. Also: stay tuned die kommenden Tage!

Aus der Sicht von mentaler Fitness ist es spannend – und bisweilen so skurril – zu sehen, was „es“ mit uns Menschen macht.

„Es“ ist ein Umstand, den wir aktuell nicht direkt selbst gewählt haben. Unsere Zustände können wir ja selbst wählen – dazu etwas später 😀. Was wir tun/lassen sollten ist, dass wir möglichst zu Hause bleiben, direkte soziale Kontakte vermeiden und nur das Nötigste unternehmen sollten, wenn wir ausgehen.

Das war also Tag 1

Das Kind ist zu Hause, der Mann auch. Eigentlich (!!!) ein Zustand, also nein, ein Umstand – oder doch Zustand 🤔, den wir alle kennen. Haben wir jedes Wochenende. Und da ist es gut. Gestern, am Montag, stand irgendwer meistens irgendwo im Wohnbereich herum. Einfach so. Weil: es ist Montag und was soll ich an einem Montag denn tun? So ganz ohne Stundenplan, Kaffeetreffen und wissenschaftlichem Austausch – das kann tragisch sein, finde ich. Nicht.

Die gute Idee Nr. 1: Pläne machen

Die Coach in mir ist praktisch orientiert. Wir machen Pläne. Einfach, wie wir weiter leben in den kommenden 3, 4, 5,… Wochen. Kleiner Panikdialog in mir (waaas, wie lange??? – ich befehle ihm, die Schnauze zu halten. Also Plan. Der Sohn holt ein Klemmbrett und seine Lieblingsfeder und beginnt mit Aufschreiben. Nach ca. 10 Minuten ist die Liste mit 4 (vier) Wortgruppen gefüllt,  zwei davon lauten: Trampolin hüpfen und Musik hören.

Klasse Plan. Findet er. Und legt zufrieden das Planungswerkzeug weg.

Ich glaub, die Zeit wird lustig. Oder so.

Essen, trinken, leben – alles genau wie immer

Sind wir ehrlich: die Lager, die unser tägliches Leben garantieren, sind voll. In den Köpfen der Menschen spielt sich was anderes ab. Gar nicht mindfit. Dort sieht es irgendwie nach „Ok, wir müssen zurück in ein Erdloch mit nichts, wir werden sterben“ aus. Die Verkäuferin im Drogeriemarkt sieht mich wie ein Alien an, weil ich mit einer Tube Handcreme bei der Kasse stehe. Der Mann vor mir hab 27 Packungen Toilettenpapier als übliche Haushaltsmenge deklarieren wollen und sie hat es offenbar aufgegeben, mit ihm über den kleinen Meinungsunterschied zwischen Haushalts- und Großhotellerie zu diskutieren. Mir fällt ein, dass – wir kreieren ja wirklich unsere Realität (mhm, ich weiß, was du vielleicht denken magst, nämlich dass niemand von uns diese Situation kreiert hat, aber auch dazu kommt noch richtig viel Input später, versprochen) – ich immer schon eine Sache sehen wollte, seit mir damals meine Oma entsprechende Geschichten erzählt hat. Nämlich:

Hamsterkäufe. Jetzt wissen wir, wie das aussieht!

Ich wollte tatsächlich schon immer wissen, wie das mit diesen Hamsterkäufen echt ist. Jetzt weiß ich es. Die Regale sind leer, weil das unfassbar fleißige Personal in den diversen Märkten nicht mehr in der Lage ist, den großen Bedarf rechtzeitig nachzufüllen. Und die Menschen verhalten sich wie komische Tiere.

Das Ergebnis war, dass ich dastand und lachte, gleichzeitig war mir direkt nach weinen, weil die Rückschritte, genauer: Rücksprünge der menschlichen Evolution so sicht- und spürbar waren. Bevor ich mich in den lustlosen, latent aggressiven Diskussionsansatz einmische, ruft meine innere Stimme: Schnauze, Abstand halten 😇. Danke. Kapitel abgehakt. Hoffe ich.

Der Mann findet eine neue Lieblingsbeschäftigung und das hilft. Das schöne Wetter ebenso. Apropos: das führt zu einer mindfit-wichtigen Tätigkeit, die du in jedem Fall beachten sollst! Nämlich:

Mach Sport, beweg dich. Du bist nicht gelähmt!

Das Highlight meiner Tage ist, wenn Bewegung in die Hütte kommt. Und es ist echt egal, ob du zu Hause übst, trainierst, Yoga machst oder einfach nur ein paar Ausgleichsbewegungen machst. Wenn du das Bedürfnis nach Kopfschütteln hast, schau dir das Video von dem Mann an, der in seiner Wohnung einen Marathon gelaufen ist… Sachen gibt´s!

Aber das Mindfit-Takeaway Nr.1 für dich: damit du fit in der Birne bleibst, braucht dein Körper Ausgleich. Täglich.

Aus irgendeinem Grund scheinen viele Menschen die aktuellen Verfügungen, nämlich dass alle Geschäfte außer Nahversorgung, Apotheke und wichtige Services geschlossen haben, auch als Aufruf zu Hause in den viel Wänden zu bleiben zu verstehen. Anders kann ich mir nicht erklären, dass bei traumhaft schönem, warmen Frühlingswetter kaum eine Seele draussen war.

Abstand halten. Irgendwie spooky.

Bei Sport sind dann doch einige Menschen vereinzelt unterwegs gewesen. Lange nicht so viele, wie unter „normalen“ Umständen, aber immerhin einige. Und die Begegnungen waren alle gleich: weiter Abstand. Vermutlich denkt jeder über jeden, dass er/sie auf jeden Fall infiziert ist und vermutlich und hoffentlich mich nicht ansteckt. Hmmm. Ein Gedanke, der sich bei einigen Situationen hier und jetzt einschleicht.

Und dann zurück zum Business – as usual

Hey! Wir sind online. Online-UnternehmerInnen sogar, viele von uns auf alle Fälle. Ach! Da könnten wir ja… produktiv sein und was tun. Für die Menschen da drinnen, die sich gerade Sorgen machen. Denke ich – und starte ein paar Live-Videos auf diversen social-media-Plattformen. Denken sich natürlich auch andere. Aber offenbar hängen eine Menge Menschen am Computer, Fernsehen oder Radio und hören sich minütlich die neuesten Zahlen der Infizierten etc. an.

Mindfit-Takeaway Nr. 2: bad news machen bad thoughts. Also dein Denken wird durch Drama-Neuigkeiten nicht gerade fröhlich. Just said.

Unfassbar, wie schnell manche sind 🤓😜

Gut, dass ich keine Zeit habe, durch die Timelines zu surfen, denn was ich in der Kürze sehe, während ich selbst poste, lässt mich wirklich mehr als staunen. So viele Fake-News, so viele coole, lustige, blöde Videos, Cartoons, Fotos, Fotomontagen, die hier bereits kursieren… Haben die schon die ganze Zeit darauf gewartet und alles bereits vorbereitet gehabt? Egal. Natürlich gibt es auch ziemlich gute, informative und erhellende Berichte, Videos etc. Allerdings: pass auf, was du an dich heranlässt. Es macht etwas mit dir. Der Mann an meiner Seite liest die Berichte. Gefühlt alle. Und startet ständig Konversationen darüber – worauf ich wenig Lust habe. Daher startet etwas, das unvermeidlich ist und mit dem du vielleicht auch deine Erfahrungen machst:

Konflikte. Unvermeidlich.

Ok, wir haben an Tag 1 bereits fast alles durch, was auf uns zukommen kann. Gut, dass wir alle auf „schnell“ machen. Es kommt. Sicher. Egal, wie kommunikativ du bist, egal wie reflektiert du bist, wenn die Zeit länger anhält, gibt es Reibungspunkte. 

Das mit dem Mann war schnell erledigt. Aber der Sohn hat den Tab genutzt, exakt NICHTS zu tun. e-learning war noch nicht so weit, also hat er dem gefrönt, was zurzeit viele Jugendliche tun: sie sehen anderen zu, die ein Videospiel spielen… Gut, es gibt Argumente dafür und es gibt welche dagegen. Darüber schreibe ich vermutlich auch noch in nächster Zeit… oh Gott! So viele Themen 😅 

Zurück zum Sohn: mein Gedanke war, dass, wenn der bereits am Tag 1 damit startet, genau nichts zu tun, dann will ich mal meine positive Power starten, sonst sehe ich der Zeit nicht gerade freudvoll entgegen. Es kam, wie es kommen musste und wir krachten gleich mal zusammen. Aber das Kind ist klug, hat meinen Wunsch an ihn vom Wochenende behirnt und einfach sich den Stress des Unbekannten von der Leber geredet. 1:0 für ihn, Mama ist da machtlos, findet ihn supersmart und freut sich mehr über die Konversation als die Tatsache, dass er trotz guter Gespräche kaum was Produktives geleistet hat – inklusive sich nicht wirklich ins Familienleben eingegliedert hat. Dieses Puber-Tier. Also fassen wir gemeinsam einen guten Vorsatz für morgen und beenden den Tag mit einem friedvollen Abend.

Mindfit-Takeaway Nr.3: kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren.

That´s it. Rede, was das Zeug hält. In dem Moment, in dem du deine Gedanken aussprichst, werden sie auch für dich greifbarer. Wenn dein Gehirn ein Gedankenkarussell ist und dir eher dämliche statt konstruktive Ideen zuspielt, dann hilft dir ein gutes Gespräch mehr als alles andere. Denn:

Fernsehen nutzt nix. Alkohol auch nicht.

Da es aktuell ein Versammlungsverbot gibt, die Restaurants, Bars etc. geschlossen haben,  bietet sich an, dein Leben mal so gründlich auf „reset“ zu stellen. Aber Achtung! Nicht alles auf einmal und nicht alles am ersten Tag. Aber: dröhn dich nicht gleich von Anfang an zu – Lagerkoller könnte noch kommen. (Der Mann warnt schon jetzt und findet, dass die Lager mit den feinen Dingen vielleicht nicht voll genug sein könnten…) Ich weiß nicht, ob es ein Glaubenssatz oder nicht ist, aber ich bin überzeugt davon, dass die meisten Menschen so viel zu Hause haben, dass sie einen Monat Versorgung gewährleisten können, so gut, dass eine Gewichtszunahme durchaus auch noch drinnen ist.

Mindfit-Takeaway Nr. 4: Damit du mental fit bleibst und deine Tage super produktiv und gleichzeitig auch wirklich eine schöne Zeit sind, mach dir dein inneres Fernsehen und deine Gehirn-eigenen Drogen. Also Endorphine. Die kommen, wenn du es dir gut gehen lässt und das nutzt, was du zur Verfügung hast. Mentale Superpower. In jeder Zeit.

Der ruhige, schöne Abend – Ausklang ist wichtig

Ok, wir haben am Tag 1 bereits eine Menge erlebt und erfahren. Wie es weitergeht? Na lustig, spannend und hochinteressant auf alle Fälle. 

Klar weiß ich, dass es jetzt bereits Menschen gibt, die Existenzängste haben, Menschen, die tatsächlich infiziert sind und solche, die in Angst leben. Was ich auch weiß, ist, dass eine Sache extrem gut hilft: im Moment zu sein. Hier und jetzt. 

Ja, ist nicht immer leicht und lustig und die Ablenkungen sind extrem wichtig. Aber vielleicht magst du daran denken, dass abends eine gute Zeit ist, wieder anzukommen. Dazu lade ich dich ein, wie ich meine Männer einlade. Wird spannend, wie lange diese Situation noch andauert, in jedem Fall können wir sehr sehr viel lernen. 

Das wünsche ich dir – und morgen geht´s weiter mit neuen Stories von Tag 2. Es bleibt lustig, kann ich dir schon sagen.

Für dich: Denk großartig – sei großartig!
Sei dir das Wert!

xoxo Petra

 

P.S.: seit dieser Woche gibt es die MindMinutes. Kurze Videos auf meiner Fanpage und in meiner Gruppe, die dir zusätzliche Mind-Takeaways geben. Wenn du Lust hast, schau rein. Ich freu mich über deinen Kommentar, deine Fragen, deine Beteiligung, dein Hiersein.