Bist du eine gute Leserin, ein guter Leser?

Lesen kann jeder ein Lebensalter minus 5/6 Jahren, je nachdem, wann er/sie damit begonnen hat.
Es ist eine vertraute Gewohnheit, über die die wenigsten nachdenken. Dabei haben sich Texte massiv verändert, Materialien (heute immer noch mehr digital) verändert, die Geschwindigkeit hat sich komplett verändert.

Wenn du beim Computer ein bestimmtes Software-Programm verwendest, ist es normal, dass du nach einer bestimmten Zeit ein Update machst. Selbst wenn sich die Oberfläche verändert, kannst du das Programm einfach weiter bedienen und du wirst immer schneller dabei. Automatismus setzt ein, du musst über die Grundfunktionen nicht nachdenken und kannst nach deinen Vorlieben gestalten und damit umgehen.

Beim Lesen machen die wenigsten Menschen ein gutes Update. Daher schleichen sich aufgrund der Veränderungen im Aussen verschiedene Fehler ein.

Damit du effizient liest, solltest du folgende Fehler vermeiden:

  1. Lesen, wenn du müde bist.
    Es gibt Zeiten, zu denen das Gehirn „besser“ funktioniert für aufmerksame Tätigkeiten, als zu anderen Zeiten. Der Fehler, den vielen Menschen zu Bürozeiten machen, ist, Texte zu bearbeiten, weil sie jetzt gerade hereinkommen, weil sie am Tisch liegen, weil immer zu dieser Zeit gelesen wird.
    Die Prime-Time, jene Zeit, in der das Gehirn produktiv, aufnahmebereit, kreativ ist, sollte für Lesen genutzt werden. Zeiten, zu denen du müde bist, kannst du ideal zum Abarbeiten von Tätigkeiten nutzen, die keine besondere geistige Anstrengung erfordern. Lesen gehört definitiv nicht dazu.
  2. Lesen, wenn um dich Ablenkung herrscht.
    Beim Lesen sollst du dich konzentrieren können. Damit dein Gehirn nicht nur die Tätigkeit des Lesen vollzieht, sondern das Maximum an Inhalt mitbekommt, memoriert bzw. zum Bearbeiten speichert, sorge dafür, dass du wirklich die nötige Ruhe hast. Telefon lautlos, Tür zu, Computer abschalten bzw. alle Funktionen, die dich auf hereinkommende Informationen hinweisen abschalten.
  3. Lesen, wenn du im Stress bist.
    Stress und Konzentration geht nur kurz. Sobald du dich konzentrieren musst, brauchst du innere Bereitschaft, Ruhe und/oder Ausgeglichenheit. Um lesebereit zu sein, nimm dir ein paar Minuten Zeit, um dich vollkommen auszurichten auf die bevorstehende Tätigkeit. (Das gilt übrigens auch für andere Tätigkeiten und garantiert höhere Leistungsbereitschaft und Qualität…)
  4. Lesen, wenn dein Gehirn nicht bereit ist.
    Dein Gehirn ist mit vielen Dingen gleichzeitig beschäftigt. Immer. Es arbeitet allerdings genau nach deinen bevorzugten Anweisungen, ansonsten übernimmt das Unbewusste die Kontrolle. Bewusster Fokus vor dem Lesen ist uneingeschränkt das Hauptmittel, um erfolgreich zu lesen.
  5. Lesestoff ist vollkommen unbekannt.
    Kommt vor, kann aber leicht verändert werden: die wichtigsten Botschaften aus dem Lesematerial vorab herausholen, klare Strategien zum Erarbeiten des Lesematerials und gezieltes Decodieren wichtiger Begriffe helfen dir, den Lesestoff von Anfang an gehirn-freundlich zu machen.
  6. Zu lange lesen.
    Lesen erfordert viel Aufmerksamkeit, bewusste Konzentration, Bewegung im Gehirn. Wenn du während des Tages liest, dann gib deinem Körper ebenfalls Bewegung, wenigstens kleine Einheiten, wie der Gang zum Fenster, einmal um das Haus…
    Dein Gehirn hat Impulszeiten, nach denen es am besten funktioniert. Mache nach Einheiten, die nicht länger als ca. 20 Minuten dauern kurze Pausen. Aufschauen, bewusst atmen, Fokus neu ausrichten und weiter geht´s mit Lesen. So kannst du viel Lesestoff bewältigen ohne dabei vollkommen zu ermüden.
  7. Lesen ohne Ziel.
    Was willst du mit der Info?. Wie kannst du die Informationen brauchen? Wo wirst du sie einsetzten. Gib deinem Gehirn Richtung, es funktioniert sofort besser und fokussierter. Teste es!
  8. Immer auf dieselbe Art lesen.
    Lesen ist Gewohnheit. Unterbrich diese Gewohnheiten. Du würdest niemandem zuhören, der dir stundenlang auf die gleiche Art und Weise Dinge vorträgt… langweile dein Gehirn nicht künstlich!
  9. Alle Texte gleich lesen.
    Jeder Text hat eine andere Qualität. Genauso wie beim Punkt davor mache auch einen Unterschied, wie du Texte liest. Artikel sind anders aufgebaut als Sachbücher, Bücher mit unterschiedlichen Themen sind fast immer in unterschiedlicher Sprache verfasst. Variiere nicht nur Tempo sondern ganz besonders Anspruch und Qualität deines Lesens.

  10. Texte lesen, die dich überhaupt nicht motivieren.
    Verwende, bevor du in totale Unlust verfällst, ein paar Minuten damit, dir den Text „lustvoll“ zu machen. Verbinde Inhalte mit angenehmen Erfahrungen oder befasse dich mit dem Ziel, das du erreichst, wenn du den Text gelesen hast.
  11. Vor-markierte Bücher lesen.
    Persönlich arbeite ich in Büchern mit Post-its. Sobald du einen Text markierst, fällt deine Aufmerksamkeit automatisch auf diese Stellen. Es ist allerdings leicht möglich, dass du zu einem späteren Zeitpunkt ganz andere Ansprüche an deine Lektüre hast und dann fällt es dir schwer, nicht die alte Meinung wieder nach oben zu bringen, sondern neue Aspekte zu lesen. Lieber ein neues Exemplar nehmen…
  12. Berufliche Texte im Privatbereich lesen.
    Hauptfehler ist natürlich, berufliche Texte abends im Bett zu lesen. Dein Gehirn bleibt im Tun-Modus und nimmt gegebenenfalls auch den Stress, der mit der Lektüre in Verbindung steht, mit in den Schlaf. Ergibt keine gute Nacht! Halte die Bereiche sauber auseinander, du schützt dich damit und erhältst dir deine private Lesefreude.
  13. Etwas fertig lesen… anstatt mehrere Werke lesen.
    Du kennst das: gutes Buch, schon einige wichtige Dinge erfahren und jetzt hast du noch zwei andere Werke neben dir. Warum nicht alle drei lesen? Das schaffst du locker, im Gegenteil: um deine Merkfähigkeit zu erhöhen, nimm absichtlich etwas ganz anderes in deinen Fokus, es erhöht die Aufmerksamkeit und du bist gezwungen, klare, eindeutige Bilder in deinem Kopf zu machen.
  14. Bei zu wenig Licht lesen.
    Lesen, Augen, Licht. Diese drei Komponenten sind unerlässlich. Studien haben gezeigt, dass zu viel und zu wenig Licht schlecht sind – Lesen funktioniert aber bei beiden. Was genau richtig ist, spürst du selbst am besten. Zu wenig Licht strengt die Augen eben mehr an, zu viel bzw. zu helles Licht verträgst du ohnehin nicht lange. Kleine Sehtrainings und Augenmuskel-Entspannungen sind wirksam, aber Vorsicht vor unseriösen Angeboten!
  15. In schlechter Haltung lesen.
    Es gibt eine Verbindung zwischen deinem Kopf (Gehirn) und dem Rest des Körpers, die für die aktive Aufnahme von Wissen unerlässlich ist. Sobald sich deine Schultern verspannen, wird diese Verbindung gestört, das wirkt sich aufs Lernen aus, denn du musst gut fühlen können, um gut zu lernen. Am besten immer wieder Pausen einlegen, damit du auch deine Haltung immer wieder gut angleichen kannst.

Wenn du viel lesen musst, legst du dir am besten eine gut funktionierende Strategie zurecht, damit deine Freude und Aufmerksamkeit erhalten bleiben.

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