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Bilder im Kopf – können die wirklich was bewirken?

Hast du Bilder im Kopf? Welche? Denk an was Positives und es geht dir (wieder) gut.
Hast du schon gehört? Klar, denn das haben wir alle. Sagen auch viele. Warum ist das so? Und noch viel wichtiger:
Stimmt das auch? Und wenn ja, wie soll ich an was Positives denken, wenn…

  • mein Rücken schmerzt, weil ich mich gerade furchtbar verrissen habe
  • mein Computer abgestürzt ist und sämtliche Daten ins Nirwana befördert hat
  • auf meine letzten drei Angebote nette aber doch deutliche Absagen kamen
  • mein Konto leer ist
  • ich einen Streit mit Kind/Partner/Freundin/Nachbarn hatte

Da bin ich sowas von nicht in der Stimmung für Traumbilder, die mir alles vorspiegeln, das mir gefallen und gut tun kann. Nein, wirklich nicht. Und trotzdem braucht mein Gehirn jetzt gute Bilder, damit der Rest meines Seins, also Körper, Gedanken, Gefühle folgen können.

Mentale Spitzenleistungen brauchen starke Bilder.

Das ist richtig, aber es ist nur die halbe Wahrheit.
Beschäftigen wir uns erst einmal damit, denn der Rest kommt dann viel leichter nach. Gleich weißt du, wovon ich hier schreibe – zuvor aber ein Beispiel, das ich eben erst wieder gelesen habe:

Stell dir vor, du kannst dich an alles, wirklich alles, was du je erlebt hast, erinnern.

So jemanden gibt es. Die Dame lebt in den USA und heißt Jill Price. Diese Fähigkeit hat sie im Alter von 9 Jahren entwickelt und 5 Jahre später war der heutige Zustand erreicht. Sie erinnert sich an alles und jeden seit dieser Zeit, genauer seit dem 5. Februar 1980, einem Dienstag. Das tut sie so exakt, dass sie ständig Dinge wieder erlebt, in allen Einzelheiten und mit der emotionalen Stärke, die jeweils dazu gehört. (Wenn sie zB in einem Restaurant sitzt, weiß sie, ob sie schon mal da war und was sie gegessen hat, wer mit ihr sprach etc., sie erinnert alle Nachrichten, die sie bewusst wahrgenommen hat und kann sie rekapitulieren, sie weiß, wie es war, als sie mal krank war usf.)
Viele Menschen sagen dann, wie wunderbar so ein perfektes Gedächtnis ist. Aber Jill Price sieht das gar nicht so. Mit jedem Bild in ihrem Kopf sind klarerweise auch Emotionen verbunden. Und noch immer ist es erstaunlich, dass wir viel mehr und öfter an das Negative fokussieren, als anders herum. Bei allen ihren Erinnerungen ist also der überwiegende Teil negativ.

Kein wirklich prickelnder Gedanke, oder?

Bei Jill Price hat dieses ständige Erinnern auch zu einer massiven Depression geführt, weshalb sie sich in ärztliche Behandlung, gepaart mit wissenschaftlichen Untersuchungen ums Gehirn begeben hat. Dr. James McGaugh ist der Mensch, der sie seither begleitet und er hat weltweit noch drei weitere Menschen mit ähnlichen Symptomen (man nennt das hyperthymestisches Syndrom) gefunden. Neben der Faszination für die Leistungen und dem damit verbundenen „andersartigen“ Leben bekommt die Gedächtnisforschung erstaunliche Hinweise – vor allem auf die Frage:
was davon kann ich für mich verwenden und kann jeder seine Leistungen verändern, so dass das Leben reichhaltiger wahrgenommen wird?

Kann ich starke Bilder erzeugen und ideal für mich einsetzen?

Wenn also innere Bilder gleichzeitig Emotionen hervorrufen, sobald sie aktiviert werden, stellt sich die Frage, ob es Bilder gibt, die dich  positiv stimulieren können, selbst dann, wenn gerade die Welt um dich einzustürzen droht.
Wie bei Jill Price deutlich wird, sind zu viele Erinnerungen nicht gerade geeignet, einen emotional stabilen Zustand herbeizuführen. Andererseits gilt die Tatsache, dass Bilder zu Emotionen führen (und übrigens auch umgekehrt…) als gesichert, so dass es Sinn macht, nach Bildern zu suchen, die dich in deine Stärke, in dein Gleichgewicht, in eine positive Lebenshaltung führen können.

Welche Bilder helfen können

Ich sitze also hier in meinem Dilemma – siehe oben, alles was gerade nicht funktioniert – und soll mir gute Bilder ins Gehirn rufen.

Wie so oft führt der Weg über „echte mentale Arbeit“. Das ist die gute Nachricht. Die andere Nachricht ist, dass diese Arbeit nicht nur darin besteht, einmal etwas zu etablieren – so wie ein Knopf, der Licht anschaltet – sondern das einmal Etablierte gehört regelmässig ausgelöst, damit es im (emotionalen) Ernstfall zur Verfügung steht.

Die Zauberformel heißt: bewusst machen – zur Verfügung haben

Jill Price kann sich nicht aussuchen, woran sie sich erinnern will. Sie erinnert sich einfach an alles.
Du hingegen kannst dir aussuchen, was dir im Leben wichtig ist, was dir gefällt, was dir bereits geholfen hat…
Spannend ist in diesem Zusammenhang, dass nicht die Situation selbst entscheidend ist, sondern deine aktuelle Bewertung darüber. (Deshalb ist der Mensch auch in der Lage, ehemals schlimme Situationen, wie zB Phobien, schwere Angstsituation o.ä. neu zu bewerten und daher anders nach zu erleben.)

Bilder sammeln – wie damals – bewirkt noch immer die beste Freude

Es gibt sie auch heute noch immer: die Sammelalben, in die du die schönen Bilder einklebst, die dann ein großes Ganzes ergeben. Wenn du so etwas hattest, kennst du im Prinzip die Technik, für deine gute Innenwelt. Nur damals wie heute gilt: du musst die richtigen Sticker an die richtige Stelle kleben, damit dein großes Ganzes auch wirklich schön und eben vollständig ist. Das heißt übertragen: du brauchst genau die richtigen Erinnerungen für die richtigen Bilder UND du musst wissen, wo die Bilder dann sind, damit du aufblättern und dich daran erfreuen kannst.

Starte JETZT dein persönliches Sammelalbum mit Ereignissen, die dir gut tun.

Als High Performer-Freak kann ich dir nur wärmstens empfehlen, dein Sammelalbum rasch zu beginnen oder, falls du, wie viele von uns, begonnen hast und dann doch nicht weiter gemacht hast, ist JETZT ein idealer Zeitpunkt dafür. Wenn du dich fragst, wo und wie du ideale Situationen für die schönen Bilder bekommst, dann schau um dich herum. Aber nicht de-fokussiert, sondern ganz bewusst und aktiv. Am besten, du stellst dir die High Performer – Fragen. Denn das führt dich sofort in die richtige Richtung. Zusammen mit Journaling bist du gerüstet.

Auf meinem Schreibtisch kleben die High Performer Fragen und ein offener Planer liegt da, mit einem freien Feld, in das ich sofort sämtliche guten und schönen Dinge eintrage, die mir bewusst auffallen. So kann ich die Bilder in meinem Kopf leichter re-aktivieren, vor allem dann, wenn ich gerade ganz wo anders bin und mein Gehirn den direkten Zugriff auf diese Erinnerungen nicht von selbst freigibt. Probiere es auch aus!

Wie machst du es mit deinen schönen Erlebnissen? Schreibst du sie auf? Wo, wann und wie? Schreib mir gerne, wie du das handhabst, denn unterschiedliche Möglichkeiten ergeben neue Perspektiven.

Ich wünsch dir richtig viele schöne Bilder im Kopf – genau dir richtigen, genau richtig viel.

Petra

P.S.: Und vielleicht hast du echt Lust auf was richtig Großes? Ja? Ein echter Break Through für dich und dein Business kann hier stattfinden: am Break Through Day 2017. Hol dir Infos und gleich dein Ticket!