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Achtsam sein wird oft mit Langsamkeit in Verbindung gesetzt. Warum das aber nicht so sein muss, erzähle ich dir hier.
Achtsamkeit im Business gehört für mich zu den Grundpfeilern für nachhaltigen Erfolg. Das englische „mindfulness“ gefällt mir genau genommen viel besser, weil es das entscheidende Wörtchen „MIND“ enthält – von dem grundsätzlich alles ausgeht, was in uns und um uns passiert.

Aber starten wir von vorne:

Was genau heisst achtsam sein/MINDfulness?

Wikipedia definiert mindfulness als Form der Aufmerksamkeit, die mit bestimmten Wahrnehmungs- und Bewusstseinszuständen verstanden wird, aber auch als Persönlichkeitseigenschaft und als Methode zur weitgehenden Verminderung von Leiden. 

Fast jeder setzt als achtsam sein in Zusammenhang mit Buddhismus, denn in dieser Lehre ist die Meditationspraxis ein Hauptbestandteil und da findet sich eben bewusste Achtsamkeit. Im Westen nimmt Mindfulness einen immer größeren Teil ein, sogar in Psychotherapiemethoden wird sie eingesetzt. 

Nach Jon Kabat-Zinn sind die Hauptbestandteile von Achtsamkeit 

  • die Aufmerksamkeit absichtsvoll 
  • im gegenwärtigen Moment richten und
  • dabei nicht wertend sein.

Die Forschung (zB Bishop, Goleman, Brown, Ryan) auf diesem Gebiet geht glücklicherweise noch viel tiefer und hat herausgefunden, dass durch das Praktizieren von Mindfulness eine 

  • Klarheit im Bewusstsein stattfindet
  • dieses Bewusstsein eine hohe Flexibilität aufweist
  • innere Stabilität und 
  • auf Gegenwart orientiertes Sein dazu führen, dass
  • Emotionen beherrschbarer sind
  • eigene Emotionen zum Handeln genutzt werden sowie
  • eine hohe Empathie gegenüber anderen Menschen stattfindet.

Die Aufzählung ist natürlich lange nicht komplett, zeigt aber deutlich, worauf achtsam sein, also Mindfulness abzielt.

Warum MINDfulness im Business?

Wenn du die Punkte oben durchliest, merkst du schon, dass es einige direkte Anknüpfungspunkte von MINDfulness im Business gibt. Denn so etwas wie hohe Aufmerksamkeit, innere Stabilität und hohe Flexibilität im Bewusstsein sind selbstredend Eigenschaften, die uns Menschen besser verbinden (und das könnte bereits ein echtes Powerargument im Verkauf sein!). Achtsam sein ist das Credo für Erfolg – traue ich mich mal zu propagieren. Darüber hinaus gibt es genügend kluge Sätze wie den bekannten Ausspruch von Lothar Seiwert: „Wenn du es eilig hast, dann gehe langsam“, die deutlich machen, was uns wirklich weiterhilft. Denn nicht nur, dass durch eine gewisse Bewusstheit weniger Fehler passieren, sehr häufig ist es so, dass achtsames Vorangehen in hoher Konzentration durchaus schneller zum Ziel führt.

Kleines Beobachtungsexperiment

Ist dir schon einmal beim Zusehen von sportlichen Spitzenleistungen aufgefallen, dass die Besten der Besten gar nicht so schnell aussehen? Beobachte doch einmal bewusst, wie die Sieger eines Rennens gegenüber anderen ihre Leistungen abrufen…

Oder sieh dir dieses Video an
(Sie zählt auch noch richtig dabei…) und beobachte, wie entspannt sie dabei ist und sogar noch Spaß hat!

Ok, und WIE funktioniert nun MINDfulness im Business?

Zunächst: Ja, ohne bestimmte meditative Zustände kommst du nicht aus, denn genau das ist ja das Wesen von achtsam sein. Aber keine Angst, du brauchst jetzt nicht stundenlanges Sitzen mit verknoteten Beinen in deine tägliche Arbeit einzupflegen.

Achtsamkeit beginnt mit der bewussten Hinwendung zu dem, was du JETZT GERADE tust. Und zwar wirklich jetzt gerade.

Du kannst nur jetzt gerade hier sein,
deine Gedanken sind jedoch meist woanders.

Wo?

Beim nächsten Termin, bei der 2., 3. und 4. Aufgabe, die in den nächsten 60 Minuten ebenfalls anstehen, beim nicht zu Ende geführten Gespräch von gestern Abend mit deinem Partner… 

Danach ist alles beim Alten. Du tust, was ansteht und deine Aufmerksamkeit fächert sich auf mindestens vier weitere Aktivitäten und/oder Wahrnehmungen auf. Weil es die Natur deines Gehirns ist – nach so vielen Jahren im Business, in der Schule, im Verkauf, im erwachsenen Leben. Welcome!

Kurz vom dem Einschlafen und kurz nach dem Aufwachen

Die Zustände, die du kurz vor dem Einschlafen oder direkt nach dem Aufwachen körperlich und geistig erlebst, sind echte MINDfulness-Zustände. Das ist kein Stillstand, das ist auch keine Eintönigkeit. Schlichtes achtsam sein – weil es gar nicht anders geht. Es ist körperlich entspannt, geistig hellwach und dennoch intensives Sein – mit oder ohne Wachträumen. Die meisten Menschen lieben diesen Zustand und würden ihn gerne länger behalten. Funktioniert aber nicht, weil das Gehirn die To-Do-Liste bereits abzuhaken beginnt.

Was du tun kannst: fokussiere dich zu den oben beschriebenen Zeiten auf deinen Atem. Wenn du es schaffst, in genau diesem Zustand 2 – 3 Atemzüge mehr zu machen, kannst du deine Achtsamkeit um ein gehöriges Maß verlängern. Und dein Gehirn beginnt, sich wieder daran zu erinnern… wie es damals war, als dieser Zustand stundenlang angehalten hat… als Kind.

Ja genau! Das lässt sich wieder lernen.

Und nein, es hat nichts mit Langsamkeit zu tun.

Auch echte Bewegungsmenschen können Ruhe finden

Wenn du, wie ich, eher schlecht im Stillsitzen bist, dann gibt dir dein Körper die besten Mittel, um in einen wunderbaren MINDfulness-Zustand zu gelangen: durch Bewegung. Runners-High ist nur eines der Beispiele, in denen aktiv eine Art Flow herbeigeführt wird. Das einzige, was du wirklich tun musst: konzentriere dich immer und immer wieder auf das, was du jetzt gerade tust. 

Und für deine tägliche Praxis – achtsam sein to go: wenn du das nächste Mal aufstehst und dir ein Glas Wasser holst, dann achte mal darauf, dass du aufstehst, Schritte gehst, den Wasserhahn aufdrehst…
Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen! Schreib sie mir gerne in die Kommentare – danke dafür.
Bei mir wars am Anfang so: Aufstehen, Telefon mitnehmen, während dem Gehen ein paar Dinge aufräumen, Wasser holen, das Glas während dem Gehen halb leer trinken usw. Kannst du dir vorstellen, wie die Kurzerholung für mein Gehirn war? Gar nicht. Deshalb: übe mal, ein Glas Wasser zu holen :-)

Wiederholung ist die Zauber-Zutat für MINDfulness-Erfolge!

Je bewusster dir ist, was du gerade tust, desto leichter fällt es dir, das immer öfter zu tun. Und wie bei stillsitz-Meditationen anfangs das bewusste Atmen gelehrt und geübt wird, schaffst du es auch, dein bewusstes Tun zu erweitern und verlängern. Und nach und nach führt dich das in deine MINDfulness, deine echte, innere Achtsamkeit.

Im Business lässt sich MINDfulness hervorragend trainieren

Nicht nur, dass du sofort merkst, dass dir dieses achtsam sein gut tut, es macht dich tatsächlich produktiver. Genau dann, wenn du bemerkst, dass sich Symptome von Stress breitmachen wollen, gehe in die Achtsamkeit für nur EINE Tätigkeit. Und dann heißt es: wiederholen, wiederholen, wiederholen.

Ab einem bestimmten Punkt reagiert dein Gehirn immer schneller und besser auf dein Üben und nach und nach kannst du weitere Stufen der Achtsamkeit erklimmen. Das empfehle ich dir auf alle Fälle, denn eines mag deine Denkfabrik so ganz und gar nicht: Langeweile.

Also begrüße einen Tag voller Termine als hervorragende Gelegenheit, dich um dich selbst zu kümmern. Das brauchst du, damit du deine Erfolge auch richtig bewusst wahrnehmen und feiern kannst.

Also: lass uns loslegen!

P.S.: Erfahre hier mehr über MINDful High Performance, warum das so wichtig ist und wie du diesen Zustand für dich in dein Leben und dein Business implementieren kannst.